Lerntherapie bei lesen · schreiben · rechnen - Bernd Peters - Schüler- und Lernförderung
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Lern­the­ra­pie zur Lese-Recht­schreib­för­de­rung (Legas­the­nie­thera­pie)
Bei einer Stö­rung oder Ver­zö­ge­rung des Lese-Recht­schreib­er­werbs sind fol­gen­de Be­ob­ach­tun­gen typisch:

Legasthenie

  • Defi­zite in der pho­no­lo­gi­schen Bewusst­heit (bereits zur Ein­schu­lung soll­ten An-, Aus- und Inlaut sowie die Silben­zahl eines Wor­tes benannt wer­den kön­nen)
  • Vertau­schen von ähn­lichen Lauten (b-p, d-t, g-k, auch i-ü, o-u)
  • Vertau­schen von ähn­lichen Buch­sta­ben (d-b, p-q)
  • Vokal­quali­täten werden oft nicht erkannt (Dopp­lungs- und Dehnungs­fehler)
  • Probleme der Durch­glie­derung (Skelett­schrei­bung, fehler­hafte Laut­ab­folge im Wort)
  • Merk­schwä­chen (keine Ver­besse­rung trotz wieder­holten Übens)
  • Pro­bleme der Auf­merk­sam­keits­steue­rung (geringe Kon­zen­tra­tions­spanne)
  • Feh­ler­hafte Laut-Buch­sta­ben­zu­ord­nung
  • Moto­ri­sche Auf­fäl­lig­kei­ten (Grob- und Fein­mo­torik)
  • Kein form­kla­res Schrift­bild
  • Feh­ler­häu­fung gegen Ende eines geschrie­benen Textes
  • Lese­raten (nach dem lang­samen Erle­sen der ersten Silbe wird der Rest des Wor­tes auf der Basis bekann­ter Worte erraten)
  • Lang­sames Lese­tempo
  • Ver­schlei­fen bzw. Synthe­ti­sieren zweier Buch­staben zu einem Laut gelingt oft nicht (eu, au)
  • Lese­sinn­ent­nahme ist er­schwert (oft gra­vie­rende Aus­wirkun­gen für Sach­auf­ga­ben in der Mathe­matik)

Legas­the­nie­thera­pie

Wenn einige dieser Punkte für Ihr Kind zutreffen, liegt häufig auch ein metho­di­sches Pro­blem vor, dann ist die lern­thera­peu­tisch beglei­tete Nach­hilfe für Ihr Kind die wirk­same Unter­stüt­zung. Wenn aber Haus­auf­gaben ewig dauern und Sie das Gefühl haben, alles bereits mehr­fach erklärt zu haben und dass das viele Üben die Lern­si­tuation eher ver­schlim­mert und Ihr Kind bereits an seinen Fähig­keiten zweifelt, dann ist die Lern­the­rapie zur Lese-Recht­schreib­förde­rung die rich­tige Unter­stüt­zung für Ihr Kind und Ihre Familie. Die Pro­gno­sen zur Über­windung der Schwie­rig­keiten sind gut, wenn die Förde­rung an der Lern­aus­gangs­lage beginnt.

Bitte rufen Sie uns an, denn bereits im ersten kosten­losen tele­fonischen Beratungs­gespräch lässt sich klären, welche Mög­lich­keiten der Hilfe es gibt und welche Unter­stützung zu Ihrem Kind passt.

Damit die Kinder gestärkt werden, beginnt die Lern­thera­pie zur Lese-Recht­schreib­för­derung bei uns immer an der Lern­aus­gangs­lage. Diese liegt regel­mäßig nicht im Bereich des aktu­ellen Schul­stoffs. Mit stan­dardi­sierten und infor­mellen, auf aktu­ellen wissen­schaft­lichen Erkennt­nissen beruhen­den Test­ver­fahren finden wir heraus, auf welcher Stufe der Lese-Recht­schreib­ent­wick­lung Ihr Kind steht und welcher metho­dische Ansatz zu Ihrem Kind passt. Die Ergeb­nisse der Tests und das weitere Vor­gehen werden mit den Eltern bespro­chen. Nicht sel­ten empfeh­len wir zur weiteren Ab­klä­rung auch den Besuch von Spezia­listen. Da fast 2/3 aller Kinder mit Auf­fällig­keiten in der Schrift­sprach­ent­wick­lung auch Auditive Verar­bei­tungs- und Wahr­neh­mungs­stö­rungen (AVWS) auf­weisen, ist bei ent­sprechen­dem Fehler­bild ein Besuch beim Pädaudio­logen (spezia­lisierter Ohren­arzt) ratsam. Andere einge­bun­dene Diszi­plinen sind: Kinder- und Jugend­psycho­logen- und Kinder­neuro­logen sowie Logo­päden, Ergo­thera­peuten, Psycho­motoriker, Augen­ärzte, Orthop­tisten und Visual­trainer. Wir bespre­chen mit Ihnen die Befunde und das wei­tere Vor­gehen.

Auch bereits vorhan­dene Gut­ach­ten berück­sich­tigen wir in der wei­teren Pla­nung und Durch­füh­rung der Lern­thera­pie. Die Arbeit in der Lern­thera­pie be­ginnt an der Lern­aus­gangs­lage, oder Null-Fehler­grenze, dadurch werden dem Kind Erfolgs­er­lebnis­se ver­mit­telt, die es in der Schule im ak­tu­ellen Stoff nicht hat. Die Stär­kung des Selbst­wert­ge­fühls steht oft im Mit­tel­punkt der Arbeit. Auch wenn die Fol­gen einer Legas­thenie lebens­länglich wirken, werden die Kinder im Laufe der Lern­thera­pie wieder belast­ba­rer und kön­nen gegen Ende der The­rapie wieder angst­frei und erfolg­reich dem Schul­unter­richt fol­gen.

Diese Erfolge setzen eine wohl­wol­lende, ver­trauens­volle Zusam­men­arbeit voraus. Die Erfolge stellen sich nicht trotz der Arbeit an der Null­fehler­grenze ein, son­dern weil wir den aktu­ellen Stoff zunächst ausblen­den. Im Unter­schied zur Schule nimmt die Lern­thera­pie die Lern­geschwindig­keit Ihres Kindes auf. Deshalb gelingt es, ein trag­fähiges Funda­ment für die wei­teren Stufen der Lese-Recht­schreib­ent­wick­lung zu ent­wickeln. Dabei ver­suchen wir strate­gie­gelei­tete Recht­schreib­metho­den zu ent­wickeln, die beson­ders bei Merk­schwä­chen und Pro­ble­men der Auf­merk­sam­keitss­teue­rung erfolg­reich sind. Denn mit nur drei Strate­gien und weni­gen Ergän­zungen lassen sich bereits 90% aller Wörter richtig schreiben.

Exkurs:
Die Begriffe Legas­thenie, Dyslexie und Lese-Recht­schreib­störung werden oft synonym ver­wendet und von der weniger schweren Form der Lese-Recht­schreib­schwä­che (LRS) unter­schie­den. Ferner gibt es die Be­griffe der isolier­ten Recht­schreib­störung/-schwä­che und isolier­ten Lese­stö­rung/-schwä­che. Wichtig ist, dass diese Pro­ble­me nicht von der Intelli­genz abhän­gig sind und die Lese-Recht­schreib­schwä­che nicht mit Faul­heit erklär­bar ist. Im Gegen­teil, der Teufels­kreis Lern­stör­ung wird durch vermehr­tes Üben unver­stan­dener Inhal­te ver­schlim­mert.

Die genaue Abgren­zung und Defi­nition ist eine eher akade­misch-medizi­ni­sche Frage, die für die Unter­stüt­zung Ihres Kindes wenig hilf­reich ist und zur Stig­ma­ti­sie­rung bei­tragen kann. Denn die mit großem Auf­wand betrie­bene medizi­nisch-psycho­lo­gische Klassifi­ka­tion der Pro­bleme Ihres Kindes gibt wenig Aus­kunft über die Förder­mög­lich­keiten. Den­noch erwar­ten einige Schulen zur Gewäh­rung von Unter­stüt­zungs­maß­nahmen nach dem ‚LRS-Erlass‘ und die Jugend­ämter zur Gewäh­rung von Hil­fen nach dem Kinder- und Jugend­hilfe­gesetz eine solche Diag­nose. Auch sei hier darauf ver­wiesen, dass Jugend­psycho­logen und -neuro­logen oft einen bedeu­ten­den Beitrag zu unserer Arbeit leisten und wichtige Ein­blicke in die Gesamt­per­sönlich­keit und das Leistungs­poten­zial der Kinder ermög­lichen. Neu­rolo­gische und psycho­lo­gische Ur­sachen einer Lern­stö­rung müssen eben­falls sicher aus­ge­schlos­sen werden.

Nach mehr als 15 Jahren Arbeit mit schrift­sprach­ent­wick­lungs­ver­zöger­ten Kindern zeigt sich, dass alle Kinder die unter­schied­lichen Stufen der Lese-Recht­schreib­ent­wick­lung in ihrem eigenen Lern­tempo durch­laufen müssen. Dabei kann keine Stufe über­sprun­gen werden. Die unter­schied­lichen Inten­sitä­ten der Schwie­rig­kei­ten zeigen sich in der För­der­ar­beit am zeit­lichen Auf­wand, in dem diese Stu­fen durch­laufen werden. Die An­ga­ben in der Litera­tur zur Förder­dauer liegen zwi­schen 1,5 und bis zu drei Jahren und mehr. Unsere Erfah­rungen zeigen, dass viele Kinder zwischen einem und zwei Jahren unsere Ein­rich­tung besu­chen, selten länger. Oft ist gegen Ende der För­de­rung auch ein Wech­sel in die lern­thera­peu­tisch beglei­tete Zweier­gruppe mög­lich, die näher am aktu­ellen Schul­stoff arbeitet und so einen fließen­den Über­gang zum eigen­stän­di­gen Lernen bilden kann.

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