Ablauf und Diagnostik
Erst verstehen, dann gezielt fördern
Jedes Kind bringt eine eigene Lerngeschichte mit. Manche Schwierigkeiten zeigen sich erst seit kurzer Zeit, andere bestehen schon länger. Einige Kinder brauchen Unterstützung im aktuellen Schulstoff, andere haben grundlegende Lücken beim Lesen, Schreiben oder Rechnen.
Deshalb beginnt gute Förderung nicht mit einem Standardprogramm. Bei lesen schreiben rechnen in Lüneburg schauen wir zuerst genau hin: Wo steht Ihr Kind? Welche Grundlagen sind sicher? Wo ist der Faden in der Schule gerissen? Und welche Unterstützung passt wirklich?
Auf dieser Grundlage entscheiden wir gemeinsam, ob Nachhilfe, Lernförderung, Lerntherapie oder eine Kombination sinnvoll ist.
Das erste Gespräch
Am Anfang steht ein persönliches Gespräch. Dabei geht es darum, die aktuelle Situation Ihres Kindes besser zu verstehen. Wir sprechen unter anderem über:
- die Schwierigkeiten in der Schule,
- betroffene Fächer oder Lernbereiche,
- Hausaufgabensituation und Lernverhalten,
- bisherige Unterstützung,
- schulische Rückmeldungen,
- vorhandene Diagnosen oder Gutachten,
- Ziele und Wünsche der Familie.
Dieses Gespräch hilft uns, ein erstes Bild zu bekommen und einzuschätzen, welche nächsten Schritte sinnvoll sind.
Blick auf den Lernstand
Im nächsten Schritt schauen wir genauer auf den Lernstand Ihres Kindes. Dabei geht es nicht nur darum, welche Aufgaben richtig oder falsch gelöst werden. Entscheidend ist, wie Ihr Kind denkt, welche Strategien es nutzt und wo Unsicherheiten entstehen. Je nach Fragestellung betrachten wir zum Beispiel:
- Lesen und Leseflüssigkeit,
- Rechtschreibung und Schreibstrategien,
- Grammatik und Textverständnis,
- Mengen- und Zahlverständnis,
- Rechenwege und mathematische Grundlagen,
- Konzentration und Arbeitsverhalten,
- Lernorganisation und Selbstständigkeit.
Bei Bedarf können standardisierte und informelle Verfahren eingesetzt werden. Zusätzlich fließen Beobachtungen aus der Förderung, Gespräche mit Eltern und vorhandene Unterlagen in die Einschätzung ein.
Die Lernausgangslage finden
Ein wichtiger Teil unserer Arbeit ist die Lernausgangslage. Damit ist der Punkt gemeint, an dem Ihr Kind sicher anknüpfen kann.
Dieser Punkt liegt nicht immer beim aktuellen Schulstoff. Wenn Grundlagen fehlen, kann es sinnvoll sein, zunächst frühere Inhalte aufzuarbeiten. Das ist kein Rückschritt, sondern häufig die Voraussetzung dafür, dass Ihr Kind wieder sicherer lernen kann.
Wir beginnen dort, wo Ihr Kind Erfolg erleben kann. Diese Arbeit an der sogenannten Null-Fehlergrenze hilft, Überforderung zu vermeiden und neues Vertrauen aufzubauen.
Von dort aus werden die nächsten Lernschritte gezielt aufgebaut.
Förderplanung
Aus dem Erstgespräch und der Lernstandseinschätzung entsteht eine passende Förderplanung. Dabei legen wir fest:
- welche Grundlagen zuerst bearbeitet werden,
- welche Ziele realistisch und sinnvoll sind,
- welche Methoden zum Kind passen,
- ob Nachhilfe, Lernförderung oder Lerntherapie geeignet ist,
- ob ergänzende Bausteine sinnvoll sind,
- wie regelmäßig die Förderung stattfinden sollte.
Die Förderplanung ist nicht starr. Sie wird im Verlauf angepasst, wenn sich zeigt, dass Ihr Kind Fortschritte macht, neue Themen wichtig werden oder ein anderer Schwerpunkt sinnvoll ist.
Beginn der Förderung
Die Förderung beginnt dort, wo Ihr Kind fachlich und persönlich gut anknüpfen kann.
Je nach Bedarf arbeiten wir an aktuellen Schulthemen, grundlegenden Lernlücken, Lesen, Schreiben, Rechtschreibung, Rechnen, Fremdsprachen, Naturwissenschaften, Konzentration, Lernorganisation oder Prüfungsvorbereitung.
Bei Lerntherapie setzen wir tiefer an. Dann stehen grundlegende Lernvoraussetzungen, Denkstrategien, Wahrnehmung, Motivation und Selbstvertrauen stärker im Mittelpunkt.
Wichtig ist uns: Ihr Kind soll nicht nur Aufgaben erledigen, sondern verstehen, was es tut und warum.
Regelmäßige Rückmeldung
Eltern sollen wissen, woran gearbeitet wird und wie sich ihr Kind entwickelt. Deshalb geben wir regelmäßig Rückmeldung. Dabei besprechen wir zum Beispiel:
- welche Inhalte bearbeitet wurden,
- welche Fortschritte sichtbar sind,
- wo weiterhin Unsicherheiten bestehen,
- welche nächsten Schritte geplant sind,
- wie Eltern ihr Kind sinnvoll unterstützen können.
Wenn es hilfreich und gewünscht ist, können auch schulische Rückmeldungen oder weitere Fachstellen in die Überlegungen einbezogen werden.
Diagnostik: Was wir leisten und was nicht
Unsere Einschätzung ist pädagogisch und lerntherapeutisch ausgerichtet. Wir schauen auf Lernstand, Denkwege, Strategien, Grundlagen und Förderbedarf.
Wir stellen keine medizinische oder psychologische Diagnose. Wenn eine fachärztliche, psychologische oder therapeutische Abklärung sinnvoll erscheint, sprechen wir das offen an.
Vorhandene Diagnosen oder Gutachten können für die Förderung sehr hilfreich sein. Wir berücksichtigen sie, wenn sie vorliegen, und leiten daraus passende pädagogische Schritte ab.
Warum dieser Ablauf wichtig ist
Viele Kinder haben schon viel geübt, bevor sie zu uns kommen. Oft haben Eltern bereits erklärt, wiederholt, motiviert und unterstützt. Trotzdem verändert sich wenig.
Das liegt nicht daran, dass ein Kind sich nicht genug bemüht. Häufig wurde einfach nicht an der richtigen Stelle angesetzt.
Wenn Grundlagen fehlen, bringt mehr Üben am aktuellen Stoff nur begrenzt etwas. Deshalb suchen wir zuerst den Punkt, an dem Lernen wieder gelingen kann. Von dort aus bauen wir Schritt für Schritt weiter auf.
So wird Förderung nachvollziehbarer, gezielter und für das Kind entlastender.
Häufige Fragen zu Ablauf und Diagnostik
Muss mein Kind eine Diagnose haben?
Nein. Eine vorhandene Diagnose kann hilfreich sein, ist aber nicht Voraussetzung für ein erstes Gespräch. Wir schauen gemeinsam auf die aktuelle Situation und besprechen, welche Unterstützung sinnvoll ist.
Wird mein Kind getestet?
Je nach Anliegen schauen wir uns den Lernstand genauer an. Das kann durch Aufgaben, Beobachtungen, Gespräche und bei Bedarf durch standardisierte oder informelle Verfahren geschehen. Es geht nicht darum, Ihr Kind unter Druck zu setzen, sondern die passende Förderung zu finden.
Beginnt die Förderung sofort beim aktuellen Schulstoff?
Nicht immer. Wenn wichtige Grundlagen fehlen, beginnen wir dort, wo Ihr Kind sicher anknüpfen kann. Von dort aus verbinden wir die Förderung Schritt für Schritt wieder mit den aktuellen schulischen Anforderungen.
Wie schnell sieht man Fortschritte?
Das hängt von der Ausgangslage ab. Manche Kinder gewinnen schnell mehr Sicherheit, bei anderen braucht der Aufbau von Grundlagen mehr Zeit. Wir versprechen keine schnellen Wunder, sondern arbeiten strukturiert und nachvollziehbar an tragfähigen Fortschritten.
Werden Eltern einbezogen?
Ja. Eltern erhalten Rückmeldung zur Entwicklung ihres Kindes. Uns ist wichtig, dass Sie verstehen, woran gearbeitet wird und welche nächsten Schritte sinnvoll sind.
Was passiert, wenn sich zeigt, dass Lerntherapie sinnvoller ist?
Dann besprechen wir das offen mit Ihnen. Bei lesen schreiben rechnen können Nachhilfe, Lernförderung und Lerntherapie je nach Bedarf sinnvoll miteinander verbunden werden.
Der nächste Schritt
Wenn Sie unsicher sind, welche Unterstützung Ihr Kind braucht, ist ein Gespräch der beste erste Schritt.
Wir schauen gemeinsam auf die Situation, klären offene Fragen und besprechen, ob Nachhilfe, Lernförderung, Lerntherapie oder eine andere Form der Unterstützung passend ist.