Hörwahrnehmungstraining bei lesen · schreiben · rechnen - Bernd Peters - Schüler- und Lernförderung
Hörwahrnehmungstraining bei lesen · schreiben · rechnen - Bernd Peters - Schüler- und Lernförderung
Hörwahrnehmungstraining bei lesen · schreiben · rechnen - Bernd Peters - Schüler- und Lernförderung
Bernd Peters - Lerntherapeut - lesen · schreiben · rechnen - Bernd Peters - Schüler- und Lernförderung
Hörwahrnehmungstraining bei lesen · schreiben · rechnen - Bernd Peters - Schüler- und Lernförderung

Das AUDIVA Hör­wahr­nehmungs­training (HWT) für Kinder
66% aller Kinder mit Schwierig­keiten beim Schrift­sprach­erwerb weisen therapie­bedürf­tige Hör­ver­ar­beitungs­stö­rungen auf.

Hörtraining

Hinweise auf auditive Wahr­nehmungs­stö­rungen sind:

  • Geringe akus­tische Merk­fähig­keit (Sätze, Reime, Lieder, Zahlen und Zahlen­folgen)
  • Häufiges Ver­wechseln klang­ähn­licher Laute und Buch­staben (laut- und schrift­sprach­lich: b-p, g-k, d-t)
  • Laut­aus­lassungen, falsche Laut­abfolge
  • Auf­fällige Lärm­empfind­samkeit auch bei ,normalen' Geräu­schen
  • Redu­ziertes Sprach­ver­ständnis bei üblichem Umgebungs­lärm (Klassen­zimmer, Grup­pen­situa­tionen)
  • Redu­zierte Aufmerk­samkeit bei üb­lichem Umgebungs­lärm (geringe Stör­schall­fil­terung)
  • Mangelnde Lokalisations­fähigkeit einer Schall­quelle
  • Typisch sind auch häufige Mittel­ohr­ent­zün­dungen und Pauken­röhr­chen im Kinder­garten­alter

 

Teilleistungs­störungen wie Lese-, Recht­schreib- und Rechen­schwäche

gehen oft einher mit Pro­ble­men der Auf­merk­sam­keits­steuerung. Über­raschend häu­fige Mit­ursache sind auditive Ver­ar­beitungs- und Wahr­nehmungs­stö­rungen (AVWS). 66% aller Kinder mit Schwierig­keiten beim Schrift­sprach­erwerb weisen therapie­be­dürftige AVWS Befunde auf. Auch das Rechnen setzt er­heb­liche auditive Merk- und Kon­zen­trations­fähig­keit voraus, deshalb ist die AVWS auch hier oft eine Mit­ur­sache.

Das peri­phere Hören ist bei der AVWS in der Regel nicht be­ein­trächtigt, d.h. die ohren­ärzt­liche Unter­suchung ist meistens ohne Befund. Das Organ Ohr ist also gesund. Bei der Hör­ver­ar­beitung geht es um die Weiter­lei­tung des richtig ge­hörten Reizes hinter dem Ohr im Bereich Hörnerv und Hör­zen­trum (zentral­auditive Wahr­nehmung). Dabei kann das richtig Gehörte unter­schied­liche Geschwin­dig­keiten bei der Reiz­weiter­leitung aufweisen oder der Ton bereits zu stark oder zu schwach ge­filtert werden.

Eine weitere Mög­lich­keit ist, dass das Hör­zen­trum zu viel Zeit braucht, um einen Laut vom anderen zu unter­scheiden (Laut­diskri­mination, ver­längerte Wahr­nehmungs­schwelle), wodurch nicht alle Laute ana­ly­siert oder die Ab­folge nicht richtig wieder­geben werden kann. Die Kon­se­quenzen für die weit­gehend laut­treue deutsche Recht­schrei­bung sind dann fast zwingend. Die Laut-Buch­sta­ben­zu­ordnung gelingt nicht oder nur unzu­reichend, auch Laut­aus­lassungen sind typisch.

Die AVWS wird aufgrund der ähn­lichen Symp­tome oft als ADS oder ADHS diagnos­tiziert. Die oft fest­ge­stellte Reiz­über­flu­tung oder ver­kürzte Aufmerk­sam­keits­spanne ergibt sich aus dem er­höhten Energie­bedarf, den AVWS-Kin­der zur Sprach­analyse und zum Hör­ver­stehen auf­wenden müssen. Diese Energie steht für andere Pro­zesse nicht zur Ver­fügung, weshalb die Kon­zen­tra­tions­fähig­keit ver­ringert wird.

Ob bei Ihrem Kind Stö­rungen in der Hör­ver­arbeitung vor­liegen, kann durch uns oder speziali­sierten Ohren­ärzten (Pädaudio­logen und Pho­niater) fest­gestellt werden.

Zur Thera­pie der AVWS gibt es ein spe­zielles Hör­wahr­nehmungs­training.

Kinder mit Lese-Recht­schreib­schwä­che und AVWS können die Förder­dauer durch ein be­glei­ten­des Hör­trai­ning zu Hause oft erheb­lich ver­kürzen. Positive Aus­wir­kungen gibt es da­rüber hinaus für das Rich­tungs­hören, die Links-Rechts­koordi­nation und Hörlaterali­tät. Auch grob- und fein­mo­torische Defi­zite können positiv be­ein­flusst wer­den.

Oft sind es ent­wicklungs­bedingt unzu­reichen­de Ver­knüpfun­gen von Hirn­arealen, die sich bei Hör­wahr­nehmungss­törungen bemerk­bar machen. Doch unser Nerven­system kann durch gezielte Impulse mit Musik und Sprache feh­lende Ver­knüp­fungen her­stellen. Eine posi­tive Hirn­entwick­lung ist die Folge. Daher können die mit dem AUDIVA Hör­wahr­nehmungs­training (HWT) ver­mittelten An­re­gungen fürs Ge­hirn, Verhal­ten und Fertig­keiten im Bereich Spre­chen, Lesen, Rechnen, Konzen­tration und Wohl­ge­fühl ver­bessern. Den so­genann­ten Ent­wicklungs­ver­zö­ge­rungen der Hör­bahn­reifung kann mit dem AUDIVA-Hör­wahr­neh­mungs­trai­ning er­folg­reich begegnet werden.

Das Herz des erfolgreichen AUDIVA-Systems ist ein elektro­nischer Hör­wahr­nehmungstrainer, der aku­sti­sche Sig­nale so fil­tert, dass sie vom Gehirn vor­rangig beachtet und aus­ge­wertet werden. Die mittels Kopf­hörer wahr­genom­mene Musik wird durch den HWT ver­ändert. Anfangs werden die Ver­än­derungen kaum wahr­ge­nommen, mit fort­schrei­ten­dem Train­ing jedoch immer mehr. Die Be­wegung der Klang­far­ben von Ohr zu Ohr (Lateral­training) sti­mu­liert die neu­ro­nalen Ver­bin­dungen zwischen beiden Ohren in den Hör­bahnen.

Gleich­zei­tig werden die hohen Töne in Musik und Sprache durch das Hoch­ton­training deut­licher. Dies regt die Nerven­bahnen ver­stärkt an, der Hirnstoff­wechsel wird an­ge­kur­belt und neue Nerven­ver­knüpfungen (Synapsen) ent­stehen. Dadurch gelingt die Unter­scheidung zwischen ähn­lichen Sprach­lauten besser und eine even­tuell vor­handene Geräusch­empfind­lich­keit geht zurück. Auch die emo­tionalen Ver­arbeitungs­be­reiche im Gehirn werden durch die musi­ka­lische Sensi­bi­li­sierung des Gehörs über har­mo­nische Ton­fol­gen positiv beein­flusst.

Die spezielle Hoch­ton­filte­rung aus­ge­wählter klas­sischer Musik regt die senso­rischen Bahnen zwi­schen Gehör und Hirn­rinde an, denen auch bei der Sprach­ver­ar­beitung eine zen­trale Be­deu­tung zu­kommt. Das Lateral­training mit dem HWT erzeugt eine Klang­er­wartung, die eine Stei­gerung der Auf­merk­sam­keit und Kon­zen­tra­tion be­wirkt, das Hörer­lebnis wird durch den Aus­tausch zwi­schen den Hör­bah­nen und den Hemi­sphären des Ge­hirns ver­bessert. Die Inten­sität des Trai­nings kann von den Kindern durch Reg­ler beein­flusst werden und orien­tiert sich immer an der indivi­du­ellen ‚Wohl­fühl­grenze‘.

Das Hör­wahr­nehmungs­trai­ning dauert drei bis fünf Monate. Es wird mit Leih­geräten zu Hause durch­geführt. Dabei müssen die Kinder täglich 30 Minuten oder 2 x 15 Minuten das Gerät nutzen. Sie tragen einen hoch­wertigen Kopf­hörer, damit besonders der Hoch­ton­be­reich exakt wie­der­ge­geben wird. Während des Trai­nings kann gelesen oder ge­spielt werden, auch Haus­auf­gaben dürfen ge­macht werden. Ledig­lich bild­ge­stützte Medien wie Com­pu­ter­spiele und Fern­sehen soll­ten ver­mie­den werden. Viele Kinder nutzen das Trai­ning als Ent­spannungs­pause nach der Schule. Nicht selten nutzen auch die Eltern das Gerät, weil sie die ange­nehme Wirkung schät­zen. (Audiva für Erwach­sene)

Sie haben noch Fragen zum AUDIVA Hör­wahr­neh­mungs­training? Kontakt